Aktuelles aus dem Asylzentrum
18. Januar 2012
Aufführung der "Asyl-Monologe" am Freitag im Fichtehaus!
Die Asyl-Monologe erzählen von Ali aus Togo, von Freunden liebevoll "Präsident" genannt, Felleke aus Äthiopien, der erst willensstark Abschiebeversuche verhindern muss, um dann einen Menschenrechtspreis überreicht zu bekommen, und Safiye, die nach Jahren der Haft in der Türkei und einer absurden Asylablehnung einem Sohn und einer Tochter das Leben schenkt.
Die drei Asyl-Monologe werden von professionellen SchauspielerInnen (Dagmar Jessusek, Martin Theuer, Nils Weyland) aufgeführt und beruhen auf wortgetreuen Zitaten der ProtagonistInnen Ali, Felleke und Safiye. Die Musik stammt von Michael Edwars. Für Dramaturgie und Regie verantwortliche ist Michael Ruf..
17. Dezember 2011
Integrationsministerin Öney zu Besuch im Asylzentrum
Hoher Besuch stand am Freitag im Asylzentrum an. Die Integrationsministerin Bilkay Öney kam, um sich über das KIT-Patenprojekt zu informieren und über die Presse für die Übernahme weiterer Patenschaften zu werben. „Das Patenprojekt des Asylzentrums Tübingen ist vorbildlich. Die einheimischen Bürgerinnen und Bürger, die eine solche Patenschaft übernehmen wollen, sind nicht allein gelassen, sondern erfahren ganz praktische Unterstützung“, sagte Öney. „Flüchtlinge brauchen bei ihren ersten Schritten in die deutsche Gesellschaft mehr Unterstützung.“ Staatliche und kommunale Leistungen seien dabei nur eine Seite der Medaille. „Direkte Hilfe von Mensch zu Mensch ist unverzichtbar, wenn es darum geht, Flüchtlinge mit ihrer neuen Lebenswelt vertraut zu machen.“ Vor allem Kinder und Jugendliche profitierten davon, wenn sich ehrenamtliche Patinnen oder Paten an ihre Seite stellten. „Die Jüngsten sind zugleich die Schutzbedürftigsten.“
Einen kurzen Einblick über das Gespräch zwischen der Ministerin und Paten und Mitarbeitern des Asylzentrums finden Sie unter den Nachrichten des RTF vom 17.Dezember 2011Nach dem Gespräch im Asylzentrum folgte ein kurzer Besuch in der Gemeinschaftsunterkunft in Weilheim, wo Frau Ministerin Öney einige der dort wohnenden Flüchtlinge traf und kleine Geschenke an die Kinder verteilte.
09. Dezember 2011
Über das Leben im Transit und zu wenig Resettlement-Plätze
Über das Leben im Transit und zu wenig Resettlement-Plätze
Viele Menschen sind auf der Flucht, weil sie aus unterschiedlichen Gründen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Im Jahr 2010 belief sich die Zahl auf rund 44 Mio. Menschen. Manchen haben dabei eine Vorstellung vom Ziel ihrer Reise. Andere möchten sich einfach nur an irgendeinem Ort ein neues Leben in Sicherheit aufbauen, doch kein Land ist gewillt, ihnen Schutz zu geben. Ein großer Anteil bleibt dabei in einem der sogenannten Transit-Länder hängen und wartet für unbestimmte Zeit auf irgendeine Lösung. Teilweise Monate, teilweise Jahre. Manche in der Türkei oder auf Malta, manche in Syrien oder Libyen oder in anderen Teilen dieser Welt. Berichte über die Situation dieser Flüchtlinge kann auf den Seiten der Save Me Kampagne Tübingen nachgelesen werden.
Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) setzt sich in vielen dieser Länder aktiv dafür ein, dass Menschen, die von Verfolgung bedroht sind, in anderen Staaten Asyl erhalten und dorthin umgesiedelt werden. Laut UNHCR werden heute weltweit insgesamt 172.000 Resettlementplätze benötigt, aber nur 80.000 Plätze jährlich stehen zur Verfügung (davon 50.000 in USA, 7.000 in Kanada und 6.000 in Australien, 1.800 in Schweden und 1.000 in Norwegen) - viel zu wenig, um den Bedarf an Schutz für diese Menschen zu decken. Deshalb spricht sich die bundesweite Save Me-Kampagne dafür aus, dass auch in Deutschland jährlich ein Kontingent an Flüchtlingen aus sogenannten Drittländern aufgenommen werden.
Auf der Innenministerkonferenz, die letzte Woche in Wiesbaden stattgefunden hat, wurde nun endlich eben dies beschlossen: Insgesamt 900 Menschen sollen in den nächsten drei Jahren aufgenommen werden - ein positives Zeichen, wenn auch nach unseren Vorstellungen noch viel zu wenig. Deshalb gilt es, sich für eine Ausweitung dieses Kontingents einzusetzen!
Wie die Save Me-Kampagne in den letzten vier Jahren seit ihres Bestehens gezeigt hat, hat sich das Vorgehen der Kampagne bewährt: BürgerInnen und BewohnerInnen vieler Städte haben ihre Meinung ausgesprochen, indem sie sich als Paten und Patinnen bei der jeweiligen lokalen Kampagne registriert haben. Durch dieses Zeichen in der Bevölkerung ließen sich viele Städte, Gemeinden und Kreise finden, die sich offiziell für eine Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen haben. Deshalb wollen wir uns auch weiter auf dieser Ebene bewegen und Mitmenschen dazu auffordern, sich bei den lokalen Kampagnen für die Ausweitung des Resettlement-Programms auszusprechen. Mehr dazu auf den Seiten der nationalen Save Me Kampagne oder der Save Me Kampagne Tübingen.
Wenn Sie die Save Me Kampagne unterstützen möchten, registrieren sie sich als Pate / Patin auf den Seiten der Tübinger Kampagne !!!
Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) setzt sich in vielen dieser Länder aktiv dafür ein, dass Menschen, die von Verfolgung bedroht sind, in anderen Staaten Asyl erhalten und dorthin umgesiedelt werden. Laut UNHCR werden heute weltweit insgesamt 172.000 Resettlementplätze benötigt, aber nur 80.000 Plätze jährlich stehen zur Verfügung (davon 50.000 in USA, 7.000 in Kanada und 6.000 in Australien, 1.800 in Schweden und 1.000 in Norwegen) - viel zu wenig, um den Bedarf an Schutz für diese Menschen zu decken. Deshalb spricht sich die bundesweite Save Me-Kampagne dafür aus, dass auch in Deutschland jährlich ein Kontingent an Flüchtlingen aus sogenannten Drittländern aufgenommen werden.
Auf der Innenministerkonferenz, die letzte Woche in Wiesbaden stattgefunden hat, wurde nun endlich eben dies beschlossen: Insgesamt 900 Menschen sollen in den nächsten drei Jahren aufgenommen werden - ein positives Zeichen, wenn auch nach unseren Vorstellungen noch viel zu wenig. Deshalb gilt es, sich für eine Ausweitung dieses Kontingents einzusetzen!
Wie die Save Me-Kampagne in den letzten vier Jahren seit ihres Bestehens gezeigt hat, hat sich das Vorgehen der Kampagne bewährt: BürgerInnen und BewohnerInnen vieler Städte haben ihre Meinung ausgesprochen, indem sie sich als Paten und Patinnen bei der jeweiligen lokalen Kampagne registriert haben. Durch dieses Zeichen in der Bevölkerung ließen sich viele Städte, Gemeinden und Kreise finden, die sich offiziell für eine Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen haben. Deshalb wollen wir uns auch weiter auf dieser Ebene bewegen und Mitmenschen dazu auffordern, sich bei den lokalen Kampagnen für die Ausweitung des Resettlement-Programms auszusprechen. Mehr dazu auf den Seiten der nationalen Save Me Kampagne oder der Save Me Kampagne Tübingen.
Wenn Sie die Save Me Kampagne unterstützen möchten, registrieren sie sich als Pate / Patin auf den Seiten der Tübinger Kampagne !!!
Innenministerkonferenz über das Bleiberecht für Roma-Angehörige
Die Situation für viele Angehörige der Roma-Minderheiten in Baden-Württemberg sieht nach wie vor sehr schlecht aus. Zwar wurde von der Bundesregierung schon vor langer Zeit eine sogenannte „Bleiberechtsregelung“ eingeführt, diese jedoch - so hat sich herausgestellt - greift leider trotz aller Anstrengungen für viel zu wenige Familien. Zudem läuft sie zum Ende dieses Jahres aus. Alle, die bis dahin nicht unter diese „Bleiberechtsregelung“ mit den derzeitigen Bedingungen fallen, sind nun verstärkt von Abschiebung bedroht.
Viele der Betroffenen leben schon seit mehr als 10 Jahren in Deutschland, ihre Kinder sind in Deutschland aufgewachsen oder sogar hier zur Welt gekommen. Sie haben hier eine Heimat gefunden und sind in vielerlei Hinsicht gut integriert. Im Kosovo werden sie nach wie vor aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und haben aufgrund der für sie sehr schlechten Wohn- und Arbeitsmarktsituation, sowie der Diskriminierung im schulischen, sozialen und sicherheitspolitischen Bereich keine Chance auf ein Leben in Würde. Es muss deshalb so schnell wie möglich eine Lösung über eine neue und realistische Bleiberechtsregelung gefunden werden.
Unter http://www.alle-bleiben.info/texte/Argumente-online.pdf sind die Argumente hierfür knapp und übersichtlich zusammengefasst.
Am 08. und 09. Dezember tagt die Innenministerkonferenz in Wiesbaden, um über die weitere Entwicklung der Bleiberechtsregelung zu diskutieren. Zu diesem Anlass möchte auch das Tübinger Asylzentrum ein Zeichen setzen und sich für eine realistische Chance auf Bleiberecht für Roma-Angehörige aussprechen. Aus diesem Grund wurden gestern - am 07.12. - auf dem Marktplatz Unterschriften gesammelt.
Viele der Betroffenen leben schon seit mehr als 10 Jahren in Deutschland, ihre Kinder sind in Deutschland aufgewachsen oder sogar hier zur Welt gekommen. Sie haben hier eine Heimat gefunden und sind in vielerlei Hinsicht gut integriert. Im Kosovo werden sie nach wie vor aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und haben aufgrund der für sie sehr schlechten Wohn- und Arbeitsmarktsituation, sowie der Diskriminierung im schulischen, sozialen und sicherheitspolitischen Bereich keine Chance auf ein Leben in Würde. Es muss deshalb so schnell wie möglich eine Lösung über eine neue und realistische Bleiberechtsregelung gefunden werden.
Unter http://www.alle-bleiben.info/texte/Argumente-online.pdf sind die Argumente hierfür knapp und übersichtlich zusammengefasst.
Am 08. und 09. Dezember tagt die Innenministerkonferenz in Wiesbaden, um über die weitere Entwicklung der Bleiberechtsregelung zu diskutieren. Zu diesem Anlass möchte auch das Tübinger Asylzentrum ein Zeichen setzen und sich für eine realistische Chance auf Bleiberecht für Roma-Angehörige aussprechen. Aus diesem Grund wurden gestern - am 07.12. - auf dem Marktplatz Unterschriften gesammelt.
21. November 2011 

"Heimat - Geschichten und Bilder von Menschen auf der Flucht"
- so lautet der Titel des Buches, welches aus der "Kreativwerkstatt" des Asylzentrums heraus entstanden ist. Die Kreativwerkstatt widerum ist ein Projekt des Asylzentrums, welches - gefördert durch die Aktion Mensch - unterschiedlichen Tübinger Flüchtlingen die Möglichkeit gibt, Gedanken und Erinnerungen mithilfe von Farben und Pinsel auf Papier zu bringen und dazu eine Geschichte zu erzählen. Dabei zeigen die Geschichten, die gesammelt wurden, die Vielfalt der Persönlichkeiten, die dahinter stehen - sie sind erlebt und erfunden, sie sind traurig und lustig und sie sprechen von Heimat und Fremde.
Sie sind herzlich eingeladen, einen Blick ins Buch zu werfen! Entweder auf unserer Seite über die "Kreativwerkstatt" oder bei der Ausstellung, die im Zuge der Veröffentlichung des Buches stattfinden wird, können Sie die Bilder und Geschichten genießen!
Die Bilder werden vom 02.12.2011 bis zum 17.02.2012 in der VHS Tübingen ausgestellt sein!
Der Flyer zur Ausstellung:

Vorab-Bestellungen des Buches sind über das Asylzentrum möglich! Der Preis liegt bei 19.90€. Aller Voraussicht nach werden die Bücher vor Weihnachten noch gedruckt und versandt! Bei Interesse melden Sie sich bitte unter asylzentrum.tuebingen@web.de
Sie sind herzlich eingeladen, einen Blick ins Buch zu werfen! Entweder auf unserer Seite über die "Kreativwerkstatt" oder bei der Ausstellung, die im Zuge der Veröffentlichung des Buches stattfinden wird, können Sie die Bilder und Geschichten genießen!
Die Bilder werden vom 02.12.2011 bis zum 17.02.2012 in der VHS Tübingen ausgestellt sein!
Der Flyer zur Ausstellung:

(Zum Vergrößern der Flyer bitte auf die Bilder klicken)
Vorab-Bestellungen des Buches sind über das Asylzentrum möglich! Der Preis liegt bei 19.90€. Aller Voraussicht nach werden die Bücher vor Weihnachten noch gedruckt und versandt! Bei Interesse melden Sie sich bitte unter asylzentrum.tuebingen@web.de
20. Juni 2011
Aktionen zur Flüchtlingsaufnahme aus Nordafrika
Viele der ArbeitsmigrantInnen und Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenzonen aus dem subsaharischen Afrika sind vor dem eskalierenden libyschen Bürgerkrieg an die libysch-tunesische Grenze geflohen und suchen dort Schutz in dem Lager des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) in Choucha. Viele versuchen von dort aus nach Europa überzusetzen, dies jedoch leider erfolglos. Während einer Delegationsreise der beiden Netzwerke "Afrique-Europe-Interact" und "Welcome to Europe" entstand ein Video, in welchem eben jene Flüchtlinge selbst zu Wort kommen und ihre Situation beschreiben.
“Wir wollen hier weg! Europa muss helfen!“ Die Forderungen auf den Pappschildern der Flüchtlinge und MigrantInnen sind eindeutig. Die Flüchtlinge in Choucha hofften und hoffen auf Hilfe und Unterstützung durch den UNHCR, der in den letzten Wochen u.a. die europäischen Staaten mehrfach um die Aufnahme von zumindest 6000 Flüchtlingen aus Libyen gebeten hatte. Vergeblich. .... mehr
“Wir wollen hier weg! Europa muss helfen!“ Die Forderungen auf den Pappschildern der Flüchtlinge und MigrantInnen sind eindeutig. Die Flüchtlinge in Choucha hofften und hoffen auf Hilfe und Unterstützung durch den UNHCR, der in den letzten Wochen u.a. die europäischen Staaten mehrfach um die Aufnahme von zumindest 6000 Flüchtlingen aus Libyen gebeten hatte. Vergeblich. .... mehr
21. März 2011
Die Aktion "Mobilität für Flüchtlinge" geht weiter...
Im Frühjahr 2010 wurden die ersten Spenden für die Aktion "Mobilität für Flüchtlinge" gesammelt. Die Spendenaktion war der Auftakt für die grundlegende Änderung der „mobilen“ Situation der Flüchtlinge in Weilheim.
Bis Ende 2010 waren 3.042 € Spenden eingegangen und auch der Tübinger Gemeinderat hat das seinige getan und 1.330 € im Jahr 2010 und 7.000 € ab 2011 im städtischen Haushalt für ÖPNV-Tickets für Flüchtlinge in Weilheim eingeplant.
Trotzdem reicht auch dieses Geld nicht aus, denn es werden jährlich insgesamt 21.000 € benötigt. Deshalb bitten wir auch weiterhin um Spenden für diese Aktion. Außerdem soll nun der Landkreis aufgefordert werden, sich ebenfalls zu beteiligen und einen Teil der Tickets zu finanzieren.
Mehr dazu auf der Seite von AL/Grüne Tübingen.
Bis Ende 2010 waren 3.042 € Spenden eingegangen und auch der Tübinger Gemeinderat hat das seinige getan und 1.330 € im Jahr 2010 und 7.000 € ab 2011 im städtischen Haushalt für ÖPNV-Tickets für Flüchtlinge in Weilheim eingeplant.
Trotzdem reicht auch dieses Geld nicht aus, denn es werden jährlich insgesamt 21.000 € benötigt. Deshalb bitten wir auch weiterhin um Spenden für diese Aktion. Außerdem soll nun der Landkreis aufgefordert werden, sich ebenfalls zu beteiligen und einen Teil der Tickets zu finanzieren.
Mehr dazu auf der Seite von AL/Grüne Tübingen.




