Aktuelles aus dem Asylzentrum


21. März 2012

Internationaler Frauentag 2012

 Schön gewandet nahmen wir alle Platz im Rathaussaal, die Kinder meistens ein Jahr alt, suchten sich ihre Plätze bei den einzelnen Frauen selbst aus.
Vor unserem Programmpunkt hielt eine Frau des Frauennetzwerkes Tübingen eine kämpferische Rede zu den aktuellen Aspekten „Ungleichbehandlung von Frauen“ in unserer Gesellschaft.
Anstachelnd vorgetragene Lyrik von Hedwig Dom schloss sich an, und rief zur Selbstbestimmung und Mitbestimmung von Frauen auf.
Die Frauen des Int. Frauentreffs spielten alsdann eine Geschichte teils pantomimisch, teils gesprochen. Sie handelte von einem weisen Buch, das Maryiam kaufen wollte, aber mit einem schlauen Trick - wegen Geldmangel - in der Nacht den Inhalt auswendig lernte. Das neu gewonnene Wissen machte sie stark und sie wurde zur weisen Lehrerin in ihrem eigenen Ort.
Die Gruppe erhielt großen Applaus. Für die Frauen war im Vorfeld das Einüben eine prozesshafte Herausforderung. Gleichzeitig bedeutete der Besuch der Veranstaltung ein Stückchen Integration in das Gesellschaftsleben Tübingens.











          



06. Februar 2012                                                                                                                                

Aufruf
"PädagogInnen gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo"

  Im August 2011 wurde die Abschiebungen von Roma in den Kosovo vorübergehend ausgesetzt. In den nächsten Wochen soll im baden-württembergischen Landtag entschieden werden, ob der von grün-rot verfügte Abschiebestopp aufgehoben werden soll.

Ein Aufruf des landesweiten Netzwerkes rassismuskritische Migrationspädagogik fordert die Landesregierung in Baden-Württemberg auf, die Abschiebungen von Roma in den Kosovo aus historischen, grund- und menschenrechtlichen sowie pädagogischen Gründen endgültig zu stoppen und insbesondere für langzeitgeduldete Kinder und ihre Familien ein dauerhaftes Bleiberecht zu ermöglichen.

Bisher konnten bundesweit über 160 ErstunterzeichnerInnen gewonnen werden, darunter über 100 PorofessorInnen und Sozialwissenschaftler/innen, sowie wichtige Verbände, u.a. GEW, Verdi, Zentralrat der Sinit und Roma, Rat für Migration, Deutscher Bundesjugendring, BAG Evangelische Jugendsozialarbeit, u.v.m.

Wenn auch Sie diese Aktion mit ihrer Unterschrift unterstützen möchten oder sich über den Aufruf des Netzwerks rassismuskritische Migrationspädagogik informieren möchten, können Sie dies hier tun.

Schriftliche Statements der einzelnen Netzwerke zum Thema der Abschiebung von Roma in den Kosovo können Sie hier einsehen:

- Situation der Roma-Flüchtlinge in Tübingen, Asylzentrum Tübingen
- Pressemitteilung Netzwerk rassismuskritische Migrationspädaogigk
- Pressemitteilung GEW Baden-Württemberg
- Pressemitteilung Flüchtlingsrat Baden-Württemberg





06. Februar 2012                                                                                                                                     

"OPEN"-Abend

Nun liegt es doch schon einige Zeit zurück, dass wir im Oktober mit 7 TeilnehmerInnen und einem kleinen Bus zum Workshop unseres EU-Projektes "OPEN" nach Prag gefahren sind. Viele Eindrücke haben wir mit nach Hause genommen. Um diese mit Euch zu teilen, möchten wir uns nun doch noch zusammen setzen und Euch von unseren Erfahrungen berichten! Gleichzeitig wollen wir den Workshop in Oslo vorbereiten, der vom 21. bis zum 24. März stattfinden wird.

Eingeladen sind alle, die sich für Freiwilligenarbeit im asylpolitischen Bereich interessieren. Mehr Informationen zum EU-Projekt gibt es hier!

Stattfinden wird unser Treffen
am 28. Februar 2012
um 18.00 Uhr
im TAT-Raum (1. Obergeschoss, Neckarhalde 32)

Wir freuen uns auf Euer Kommen!!!





17. Dezember 2011                                                                                                                                     

Integrationsministerin Öney zu Besuch im Asylzentrum

Hoher Besuch stand am Freitag im Asylzentrum an. Die Integrationsministerin Bilkay Öney kam, um sich über das KIT-Patenprojekt zu informieren und über die Presse für die Übernahme weiterer Patenschaften zu werben. „Das Patenprojekt des Asylzentrums Tübingen ist vorbildlich. Die einheimischen Bürgerinnen und Bürger, die eine solche Patenschaft übernehmen wollen, sind nicht allein gelassen, sondern erfahren ganz praktische Unterstützung“, sagte Öney. „Flüchtlinge brauchen bei ihren ersten Schritten in die deutsche Gesellschaft mehr Unterstützung.“ Staatliche und kommunale Leistungen seien dabei nur eine Seite der Medaille. „Direkte Hilfe von Mensch zu Mensch ist unverzichtbar, wenn es darum geht, Flüchtlinge mit ihrer neuen Lebenswelt vertraut zu machen.“ Vor allem Kinder und Jugendliche profitierten davon, wenn sich ehrenamtliche Patinnen oder Paten an ihre Seite stellten. „Die Jüngsten sind zugleich die Schutzbedürftigsten.“
Einen kurzen Einblick über das Gespräch zwischen der Ministerin und Paten und Mitarbeitern des Asylzentrums finden Sie unter den Nachrichten des RTF vom 17.Dezember 2011


                   


Nach dem Gespräch im Asylzentrum folgte ein kurzer Besuch in der Gemeinschaftsunterkunft in Weilheim, wo Frau Ministerin Öney einige der dort wohnenden Flüchtlinge traf und kleine Geschenke an die Kinder verteilte.





09. Dezember 2011                                                                                                                                                                                                                                                                              

Über das Leben im Transit und zu wenig Resettlement-Plätze

Viele Menschen sind auf der Flucht, weil sie aus unterschiedlichen Gründen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen.  Im Jahr 2010 belief sich die Zahl auf rund 44 Mio. Menschen. Manchen haben dabei eine Vorstellung vom Ziel ihrer Reise. Andere möchten sich einfach nur an irgendeinem Ort ein neues Leben in Sicherheit aufbauen, doch kein Land ist gewillt, ihnen Schutz zu geben. Ein großer Anteil bleibt dabei in einem der sogenannten Transit-Länder hängen und wartet für unbestimmte Zeit auf irgendeine Lösung. Teilweise Monate, teilweise Jahre. Manche in der Türkei oder auf Malta, manche in Syrien oder Libyen oder in anderen Teilen dieser Welt. Berichte über die Situation dieser Flüchtlinge kann auf den Seiten der Save Me Kampagne Tübingen nachgelesen werden.

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) setzt sich in vielen dieser Länder aktiv dafür ein, dass Menschen, die von Verfolgung bedroht sind, in anderen Staaten Asyl erhalten und dorthin umgesiedelt werden.  Laut UNHCR werden  heute weltweit insgesamt 172.000 Resettlementplätze benötigt, aber nur 80.000 Plätze jährlich stehen zur Verfügung (davon 50.000 in USA, 7.000 in Kanada und 6.000 in Australien, 1.800 in Schweden und 1.000 in Norwegen) - viel zu wenig, um den Bedarf an Schutz für diese Menschen zu decken. Deshalb spricht sich die bundesweite Save Me-Kampagne dafür aus, dass auch in Deutschland jährlich ein Kontingent an Flüchtlingen aus sogenannten Drittländern aufgenommen werden.

Auf der Innenministerkonferenz, die letzte Woche in Wiesbaden stattgefunden hat, wurde nun endlich eben dies beschlossen:  Insgesamt 900 Menschen sollen in den nächsten drei Jahren aufgenommen werden - ein positives Zeichen, wenn auch nach unseren Vorstellungen noch viel zu wenig. Deshalb gilt es, sich für eine Ausweitung dieses Kontingents einzusetzen!

Wie die Save Me-Kampagne in den letzten vier Jahren seit ihres Bestehens gezeigt hat, hat sich das Vorgehen der Kampagne bewährt: BürgerInnen und BewohnerInnen vieler Städte haben ihre Meinung ausgesprochen, indem sie sich als Paten und Patinnen bei der jeweiligen lokalen Kampagne registriert haben. Durch dieses Zeichen in der Bevölkerung ließen sich viele Städte, Gemeinden und Kreise finden, die sich offiziell für eine Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen haben. Deshalb wollen wir uns auch weiter auf dieser Ebene bewegen und Mitmenschen dazu auffordern, sich bei den lokalen Kampagnen für die Ausweitung des Resettlement-Programms auszusprechen. Mehr dazu auf den Seiten der nationalen Save Me Kampagne oder der Save Me Kampagne Tübingen.

Wenn Sie die Save Me Kampagne unterstützen möchten, registrieren sie sich als Pate / Patin  auf den Seiten der Tübinger Kampagne !!!





08. Dezember 2011                                                                                                                                

Innenministerkonferenz über das Bleiberecht für Roma-Angehörige


Die Situation für viele Angehörige der Roma-Minderheiten in Baden-Württemberg sieht nach wie vor sehr schlecht aus.  Zwar wurde von der Bundesregierung schon vor langer Zeit eine sogenannte „Bleiberechtsregelung“ eingeführt, diese jedoch - so hat sich herausgestellt - greift leider trotz aller Anstrengungen für viel zu wenige Familien. Zudem läuft sie zum Ende dieses Jahres aus. Alle, die bis dahin nicht unter diese „Bleiberechtsregelung“ mit den derzeitigen Bedingungen fallen, sind nun verstärkt von Abschiebung bedroht.

Viele der Betroffenen leben schon seit mehr als 10 Jahren in Deutschland, ihre Kinder sind in Deutschland aufgewachsen oder sogar hier zur Welt gekommen. Sie haben hier eine Heimat gefunden und sind in vielerlei Hinsicht gut integriert. Im Kosovo werden sie nach wie vor aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und haben aufgrund der für sie sehr schlechten Wohn- und Arbeitsmarktsituation, sowie der Diskriminierung im schulischen, sozialen und sicherheitspolitischen Bereich keine Chance auf ein Leben in Würde. Es muss deshalb so schnell wie möglich eine Lösung über eine neue und realistische Bleiberechtsregelung gefunden werden.

Unter http://www.alle-bleiben.info/texte/Argumente-online.pdf sind die Argumente hierfür knapp und übersichtlich zusammengefasst.

Am 08. und 09. Dezember tagt die Innenministerkonferenz in Wiesbaden, um über die weitere Entwicklung der Bleiberechtsregelung zu diskutieren. Zu diesem Anlass möchte auch das Tübinger Asylzentrum ein Zeichen setzen und sich für eine realistische Chance auf Bleiberecht für Roma-Angehörige aussprechen. Aus diesem Grund wurden gestern - am 07.12. - auf dem Marktplatz Unterschriften gesammelt.




21. November 2011                                                                                                                                    


"Heimat - Geschichten und Bilder von Menschen auf der Flucht"


- so lautet der Titel des Buches, welches aus der "Kreativwerkstatt" des Asylzentrums heraus entstanden ist. Die Kreativwerkstatt widerum ist ein Projekt des Asylzentrums, welches - gefördert durch die Aktion Mensch - unterschiedlichen Tübinger Flüchtlingen die Möglichkeit gibt, Gedanken und Erinnerungen mithilfe von Farben und Pinsel auf Papier zu bringen und dazu eine Geschichte zu erzählen. Dabei zeigen die Geschichten, die gesammelt wurden, die Vielfalt der Persönlichkeiten, die dahinter stehen - sie sind erlebt und erfunden, sie sind traurig und lustig und sie sprechen von Heimat und Fremde.

Sie sind herzlich eingeladen, einen Blick ins Buch zu werfen! Entweder auf unserer Seite über die "Kreativwerkstatt" oder bei der Ausstellung, die im Zuge der Veröffentlichung des Buches stattfinden wird, können Sie die Bilder und Geschichten genießen!


Die Bilder werden vom 02.12.2011 bis zum 17.02.2012 in der VHS Tübingen ausgestellt sein!


Der Flyer zur Ausstellung:
    

(Zum Vergrößern der Flyer bitte auf die Bilder klicken)

Vorab-Bestellungen des Buches sind über das Asylzentrum möglich! Der Preis liegt bei 19.90€. Aller Voraussicht nach werden die Bücher vor Weihnachten noch gedruckt und versandt! Bei Interesse melden Sie sich bitte unter asylzentrum.tuebingen@web.de







20. Juni 2011
Aktionen zur Flüchtlingsaufnahme aus Nordafrika

Viele der ArbeitsmigrantInnen und Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenzonen aus dem subsaharischen Afrika sind vor dem eskalierenden libyschen Bürgerkrieg an die libysch-tunesische Grenze geflohen und suchen dort Schutz in dem Lager des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) in Choucha. Viele versuchen von dort aus nach Europa überzusetzen, dies jedoch leider erfolglos. Während einer Delegationsreise der beiden Netzwerke "Afrique-Europe-Interact" und "Welcome to Europe" entstand ein Video, in welchem eben jene Flüchtlinge selbst zu Wort kommen und ihre Situation beschreiben.

“Wir wollen hier weg! Europa muss helfen!“ Die Forderungen auf den Pappschildern der Flüchtlinge und MigrantInnen sind eindeutig. Die Flüchtlinge in Choucha hofften und hoffen auf Hilfe und Unterstützung durch den UNHCR, der in den letzten Wochen u.a. die europäischen Staaten mehrfach um die Aufnahme von zumindest 6000 Flüchtlingen aus Libyen gebeten hatte. Vergeblich. .... mehr





21. März 2011

Die Aktion "Mobilität für Flüchtlinge" geht weiter...
                 
Im Frühjahr 2010 wurden die ersten Spenden für die Aktion "Mobilität für Flüchtlinge"  gesammelt. Die Spendenaktion war der Auftakt für die grundlegende Änderung der „mobilen“ Situation der Flüchtlinge in Weilheim.

                                 (Spendenaufruf)

Bis Ende 2010 waren 3.042 € Spenden eingegangen und auch der Tübinger Gemeinderat hat das seinige getan und 1.330 € im Jahr 2010 und 7.000 € ab 2011 im städtischen Haushalt für ÖPNV-Tickets für Flüchtlinge in Weilheim eingeplant.

Trotzdem reicht auch dieses Geld nicht aus, denn es werden jährlich insgesamt 21.000 € benötigt. Deshalb bitten wir auch weiterhin um Spenden für diese Aktion. Außerdem soll nun der Landkreis aufgefordert werden, sich ebenfalls zu beteiligen und einen Teil der Tickets zu finanzieren.

Mehr dazu auf der Seite von AL/Grüne Tübingen.